Steuerberater W. GrÀfe in Hamburg. Tipp des Monats November 2003

Eigenheimzulage und Miteigentum.
 

 

Nachdem angezweifelt werden kann, daß die Eigenheimzulage noch eine Zukunft hat, werden vermehrt noch vor Jahresende Immobilien gekauft werden. Vielfach ist der zukĂŒnftige Nutzer nicht in der Lage, das Objekt allein zu finanzieren. Wer jetzt auf die Idee kommt, daß ein Dritter, der nicht auch in das Haus einzieht, zu 50 % als EigentĂŒmer eingetragen wird und sich auch zu 50% an der Finanzierung beteiligt, macht einen großen Fehler.

Angenommen:
 

 

 

 

 

 

die Immobilie kostet

Euro

200.000.-

 

 

 

Anteil EigentĂŒmer A 50%

Euro

100.000.-

 

 

 

Anteil EigentĂŒmer B 50%

 

Euro

100.000.-

 

 

 

Förderung max. 5% von 51.120.-

Euro

 2.556.-

 

 

 


Da A nur zu 50 % EigentĂŒmer des Hauses ist, stehen ihm auch nur 50% der Maximalförderung Euro 1.278.- zu. B erhĂ€lt keine Förderung, weil er die Immobilie nicht bewohnt.
 

WĂ€re dagegen A AlleineigentĂŒmer und B lediglich HypothekenglĂ€ubiger, erhĂ€lt A, der jetzt zu 100% EigentĂŒmer ist die volle Maximalförderung in Höhe von Euro 2.556.-


Er erhÀlt also im Regelfall acht Jahre lang neben möglicher Zusatzförderung pro Jahr Euro 1.278.- mehr.


Die Eigenheimzulage erhĂ€lt also nur der, der nicht nur als EigentĂŒmer eingetragen ist,
sondern auch dort wohnt.

 

Beziehen A und B gemeinsam die Immobilie, erhĂ€lt jeder von Beiden eine Förderung von Euro 1.278.- also auch die Maximalförderung. Allerdings tritt Objektverbrauch ein, d.h. obwohl A und B nur 50% der maximalen Förderung erhalten haben, gibt es keine Möglichkeit,  in Zukunft nochmals eine 50%ige Förderung zu erhalten. Aber dies ist in Anbetracht der Zukunftsaussichten der Eigenheimförderung wohl unbedeutend.


Sie sehen, auch hier sind Fehler möglich, daher sollten Sie, bevor Sie einen Vertrag abschließen Ihren Steuerberater in einem persönlichen GesprĂ€ch zu Rate ziehen.

 

 

Wir weisen ausdrĂŒcklich darauf hin, daß zwischenzeitliche Änderungen im Steuerrecht die hier angegeben Hinweise ausser Kraft gesetzt, oder eingeschrĂ€nkt haben können.

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