Schwangerschaft und Steuerklassenwahl        Tipp Januar 2002

Schwangere M√ľtter, die in einem Arbeitsverh√§ltnis stehen, erhalten w√§hrend der Schutzfrist (sechs Wochen vor der Geburt bis acht Wochen nach der Geburt) neben Bez√ľgen von der Krankenkasse auch einen Zuschu√ü vom Arbeitgeber. Dieser Zuschu√ü errechnet sich nach dem Nettogehalt, das die werdende Mutter in den vergangenen Monaten erzielt hat. Je h√∂her das Nettogehalt, desto so h√∂her der Arbeitgeberzuschu√ü.

Wie kann ich nun die Höhe meines Nettogehalts beeinflussen?

  1. Durch Eintragung von Freibeträgen auf der Lohnsteuerkarte, wobei diese Eintragung deutlich vor Beginn der Schutzfrist erfolgen sollte
  2. Durch eine vorausschauende und rechtzeitige Wahl der Steuerklasse

Ich habe an Hand eines Beispiels durchgerechnet, welche Auswirkungen eine kluge Steuerklassenwahl haben kann. Dabei bin ich davon ausgegangen (gutverdienende Ehefrauen m√∂gen mir dies verzeihen), da√ü der Mann DM 5.000,00 = (‚ā¨ 2.550,00) und die Frau DM 3.000,00 = (‚ā¨ 1.500,00) monatlich Brutto verdient. Normal w√§re in diesem Fall, da√ü der Ehemann die Steuerklasse III und die Ehefrau Steuerklasse IV h√§tte.

Werden nun hier die Steuerklassen getauscht, f√ľhrt dies dazu, da√ü w√§hrend der gesamten Zeit, in der die getauschten Lohnsteuerklassen gelten, das Familieneinkommen um monatlich DM 500,00 = (‚ā¨ 250,00)reduziert wird.

Gleichzeitig aber erh√∂ht sich der Arbeitgeberzuschu√ü zum Mutterschaftsgeld w√§hrend der mindestens 14 w√∂chigen Schutzfrist um monatlich DM 778,00 = (‚ā¨ 400,00).

W√§hrend die H√∂he dieses Zuschusses nicht mehr ver√§ndert wird, wird die zu hoch abgezogene Lohnsteuer (siehe oben monatlich DM 500,00/ = ‚ā¨250,00) bei der j√§hrlichen Einkommensteuererkl√§rung bzw. beim Lohnsteuerjahresausgleich korrigiert, so da√ü es hier Geld zur√ľck gibt. Der Nachteil ist nur, da√ü man eine gewisse Zeit zu hohe Steuern zahlen mu√ü, die erst sp√§ter erstattet werden.

Nun macht sich der Eine oder Andere Gedanken dar√ľber, da√ü der Arbeitgeber durch den h√∂heren Zuschu√ü zum Mutterschaftsgeld finanziell belastet ist.

Arbeitgeber, die weniger als 20 Mitarbeiter besch√§ftigen, zahlen einen Versicherungsbeitrag, der im Falle einer Schwangerschaft f√ľr einen 100 % Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen sorgt. Der Arbeitgeber hat also keinen eigenen zus√§tzlichen Aufwand durch die erh√∂hten Zusch√ľsse zum Mutterschaftsgeld.

Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern erhalten diese Erstattung nicht. Andererseits sparen sie jedoch auch die Beiträge zu der Versicherung, so daß auch hier insgesamt kein Schaden eintritt.

1.

Speziell Schwangeren sei geraten, sich rechtzeitig mit einem Steuerberater in Verbindung zu setzten, damit der erzielbare Vorteil auch vollst√§ndig genutzt wird. Ich habe bei den o.g. Beispiel insgesamt ein Mehr an Mutterschaftsgeldzuschu√ü f√ľr die Zeit der Schutzfrist vom DM 2.500,00 = (‚ā¨ 1.280,00) errechnet. Und davon kann man schon eine ganze Menge f√ľr das Baby anschaffen. 

2.

Im Wesentlichen gilt das oben Gesagte auch f√ľr die Berechnung der Arbeitslosenunterst√ľtzung. Denn auch hier  wird vom letzten Nettogehalt ausgegangen. Auch hier beeinflussen rechtzeitig eingetragene Freibetr√§ge und auch eine rechtzeitige Steuerklassenwahl die H√∂he der sp√§teren Bez√ľge vom Arbeitsamt deutlich.

und schließlich:

3.

Der Steuergesetzgeber hat in seiner unendlichen G√ľte auch daf√ľr gesorgt, da√ü Zahlungen des Arbeitgebers (sogenannte Geburtsbeihilfen) bis zur H√∂he von DM 700,00 = (‚ā¨ 358,00) steuerfrei bleiben. Dieser Betrag gilt f√ľr jedes Arbeitsverh√§ltnis es k√∂nnen sowohl Ehemann als Ehefrau aus ihrem Hauptbesch√§ftigungsverh√§ltnis eine derartige Zahlung steuerfrei erhalten. Aber auch f√ľr die sogenannten Neben-Jobs (DM 630,00/ = ‚ā¨ 325,00) gilt dieser Freibetrag.

 

Wir weisen ausdr√ľcklich darauf hin, da√ü zwischenzeitliche √Ąnderungen im Steuerrecht die hier angegeben Hinweise ausser Kraft gesetzt, oder eingeschr√§nkt haben k√∂nnen.

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